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„Du brauchst die Freiheit nicht in einem fernen Land zu suchen, denn sie existiert in Deinem Körper, Deinem Geist, Deiner Seele.“

B. K. S. Iyengar

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Iyengar Yoga ist Yoga für Alle. Sorgfältig aufgebaute Yoga-Sequenzen steigern die körperliche Kraft, Ausdauer und Flexibilität. Sie fördern die emotionale Ausgeglichenheit und beruhigen den Geist. Durch das regelmäßige Üben entstehen Klarheit, Stabilität und Leichtigkeit, die den Alltag positiv beeinflussen.

Damit die Yogahaltungen ihre tiefgreifende Wirkung auf Körper und Geist richtig entfalten, wird die genaue Körperausrichtung betont. Teilweise werden Hilfsmittel wie Gurte, Klötze und Kissen verwendet, damit alle Schülerinnen und Schüler in der für sie passenden Weise präzise üben können. Iyengar-Yoga eignet sich somit auch für Schwangere, steife oder ältere Menschen und Leute mit gesundheitlichen Problemen. Fortgeschrittene Schüler schätzen die Hilfsmittel, da sie den Unterricht abwechslungsreich machen und ihnen schwierige Yogapositionen erschließen.

Die Wirkung von Yoga ist unmittelbar erfahrbar

  • Yoga bringt Wohlbefinden in den Körper und wirkt emotionaler Unausgeglichenheit entgegen
  • Die Übungen kräftigen die Muskeln und Knochen und korrigieren Haltungsschwächen
  • Das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem werden gestärkt
  • Stress-Symptome verringern sich
  • Die Atmung verbessert sich
  • Die inneren Organe werden gereinigt
  • Der Hormonhaushalt wird ausgeglichener
  • Die Konzentrationsfähigkeit steigt
  • Die Körperwahrnehmung nimmt zu und eigene Bedürfnisse werden besser erkannt
  • Der Geist wird klar und gelassen
  • Zufriedenheit und Lebensfreude nehmen zu
  • Gesundheit des Körpers, Wachheit des Geistes und innerer Frieden machen uns zu ausgeglichenen Menschen
  • Yoga gibt Mut, verantwortlich und nachhaltig zu handeln

„Durch Yoga können wir ein Gefühl von Ganzheit in unserem Leben wiederentdecken.
Ein Leben, in dem wir uns nicht so fühlen, als würden wir ständig versuchen, zerbrochene Teile zusammenzufügen.“

B.K.S. Iyengar

Iyengar Yoga

Charakteristisch für Iyengar-Yoga sind:

  • wohlüberlegte Yoga-Übungsreihen
  • präzise Ausführung der Yogahaltungen
  • sinnvoller Einsatz von Hilfsmitteln
  • das bewusste Halten der Stellungen.

Iyengar-Yoga beginnt mit dem äußeren Körper und wirkt bei kontinuierlicher Übung zunehmend nach Innen. Durch subtile Impulse werden Verbindungen zwischen einzelnen Körperteilen hergestellt und Energien zum Fließen gebracht. Infolgedessen nehmen wir uns wieder als ganze Menschen wahr und idealerweise erfüllt unser Bewusstsein gleichmäßig all unsere Zellen. So entsteht neben Gesundheit auch „Meditation in Bewegung“.

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B.K.S. Iyengar war einer der bedeutenden Yogameister unserer Zeit. Er wurde 1918 in Südindien geboren. Nach Kindheitsjahren voller Krankheiten wurde er mit 15 Jahren Schüler des Yogameisters Prof. T. Krishnamacharya, der als Vater des modernen Yoga gilt. Dank seiner intensiven und hingebungsvollen Yogapraxis wurde B.K.S. Iyengar gesund und widerstandsfähig. Fortan widmete er sein ganzes Leben dem Yogaweg – der spirituellen Suche nach der Einheit von Körper und Geist. Iyengar studierte die Yogahaltungen (Asanas) und Atemtechniken (Pranayama) in ihren Feinheiten und Wirkungen. Auf der Basis des traditionellen Yoga entwickelte Iyengar seinen präzisen und wohldurchdachten Unterrichtsstil, der Yoga zeitgemäß machte.
In den 1950er Jahren begann Iyengar international zu lehren und trug so wesentlich zum Bekanntwerden des Yoga im Westen bei. Sein Meisterwerk „Licht auf Yoga“ (1966) über die Yogahaltungen ist heute ebenso grundlegend wie sein Buch „Licht auf Pranayama“ (1981) über die yogischen Atemtechniken. 1975 gründete Iyengar das Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute (RIMYI) in Pune (Südindien). Guriji, wie ihn seine Schüler liebevoll nannten, verfeinerte seine Übungspraxis stets weiter und unterrichtete Yoga bis zu seinem Tod. Er starb im Alter von 95 Jahren im August 2014.

Gurujis älteste Tochter Geeta S. Iyengar war Jahrzehnte lang intensiv darum bemüht, die Yogapraxis auf spezifisch weibliche Bedürfnisse abzustimmen und die therapeutische Anwendung von Yoga zu verfeinern. Sie verfasste mehrere Bücher zu diesen Themen, unter anderem das Standardwerk „Yoga für die Frau“ (1984). Nach einem Leben, das sie vollkommen der Praxis und Lehre des Iyengar-Yoga gewidmet hatte, verstarb sie im Dezember 2018 im Alter von 74 Jahren.
Heute lehren Iyengars Sohn Prashant und seine Enkelin Abhijata am Institut in Pune. Sie geben gemeinsam mit vielen hochqualifizierten Iyengar-Yogalehrern den Wissensschatz weiter, den sie von Guruji erworben haben. Prashant S. Iyengar beschäftigt sich tiefgreifend mit Yogaphilosophie und betont in seinem Yoga-Unterricht die zentrale Rolle des Atems.

Empfehlenswerte Bücher über Iyengar-Yoga sowie medizinische Forschungsergebnisse finden Sie hier: Iyengar-Yoga Deutschland

Asana und Pranayama

Iyengar-Yoga ist ein Hatha-Yoga-Stil. Hatha Yoga bedeutet: das praktische Üben von Asanas (Yogahaltungen) und Pranayama (Atemübungen) stehen im Vordergrund. Der Körper wird als Tempel der Seele gesehen, durch den wir die Welt wahrnehmen und Erfahrungen machen. Die meisten Menschen beginnen mit Yoga aus praktischen Gründen, z.B. um Stress abzubauen, um Rückenschmerzen vorzubeugen, flexibler zu werden oder einen Ausgleich zu ihrem Arbeitsleben zu schaffen. Durch das regelmäßige Üben und die tiefgreifende Wirkung der Yogapraxis findet allerdings auch eine spirituelle Entwicklung statt.

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Jede Yogastunde beginnt mit einer stillen Zentrierung und Atembeobachtung. Aber jede Stunde ist anders und berücksichtigt die Fähigkeiten der SchülerInnen. Die Teilnehmer werden durch eine ausgewogene Übungsabfolge geleitet und bei Bedarf korrigiert. Allmählich lernt man die Vielfalt der Asanas und ihre Wirkung auf Körper und Geist kennen. Dazu gehören Stehhaltungen, Sitzpositionen, Drehungen, Vorwärtsstreckungen, Umkehrhaltungen, Rückbeugen und regenerative Haltungen im Liegen. Die Stunde endet mit einer Entspannung, nach der die Yogaschüler entschleunigt, geerdet und befreit in Ihren (All)Tag gehen. Die Übungserfahrung kann man durch den Besuch von Seminaren vertiefen.

Anfänger und Fortgeschrittene üben in den Kursen gemeinsam und lernen voneinander. Die Asanas werden schrittweise erarbeitet, bei Bedarf gibt es Alternativen. Konkurrenzdenken sollte im Yoga nicht sein. Wir arbeiten beständig an einer genauen Wahrnehmung, die anstelle des urteilenden Denkens tritt.

Der Sportarzt Dr. Müller-Wohlfahrt über Iyengar-Yoga:

„(…) ohne die anderen Schulen abwerten zu wollen, möchte ich ein Plädoyer für Hatha-Yoga nach der Iyengar-Methode abgeben: die Methode des indischen Meisters B.K.S. Iyengar ist anatomisch eine äußerst präzise, durchgreifende Arbeit am Körper. Sie ist ein Feinabstimmen und Eindringen in immer tiefere Schichten und Zusammenhänge des Körpers und die damit gebundenen Wahrnehmungsebenen. Das erklärt die heilende Wirkung dieser Methode.“

(in FIT FOR FUN, Dezember 1994)

Die Yoga-Philosophie

„Aus der Zufriedenheit erwächst höchstes Glück.“

Yogasutra II,42

Yoga ist ein über 2500 Jahre alter spiritueller Übungsweg. Der Begriff Yoga stammt aus dem Altindischen: die Sanskritsilbe „yuj“ bedeutet ‚Anjochen, Verbinden‘. Ziel des Yoga ist „das Einssein mit uns selbst und als Folge daraus das Einssein mit allem jenseits von uns, mit allem, das über uns selbst hinausgeht. “ (B.K.S. Iyengar)

Yoga ist eine praktische Philosophie, eine Reise in unser Inneres. die sich mit den grundlegenen Aspektes des Menschseins befasst. Sie lehrt die Entwicklung des Individuums durch Selbstbewußtsein und Selbstdisziplin.

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Grundlegende altindische Yoga-Schriften sind die Upanischaden, die Bhagavad Gita, die Yogasutren und die Hatha-Yoga Pradipika. In den Yogasutren des Patanjali wird die Essenz des Yogawegs in hochkonzentrierter Form beschrieben. Der zweite Vers der Sutren definiert Yoga als : yogas citta-vrtti-nirodhah. Das bedeutet sinngemäß: Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.

Der achtgliedrige Yogapfad (Astanga yoga) nach Patanjali umfasst Yama (ethische Regeln), Niyama (persönliche Disziplin), Asanas (Körperhaltung), Pranayama (Atem-Technik), Pratyahara (Zurückziehen der Sinne), Dharana (Konzentration), Dhyana (Meditation) und Samadhi (Versenkung, Erleuchtung). Durch die Asana-Praxis entfalten sich alle Aspekte des achtgliedrigen Pfads.

„Wenn man den Körper gereinigt und den inneren Sinn geläutert hat, wenn man die Sinne beherrscht und konzentriert ist, wird man fähig zur Schau des Selbst.“

Yogasutra II-41

Nach der Bhagavad Gita ist die bewusste innere Einstellung entscheidend, um in unserem Alltag innere Freiheit zu erlangen: Handle gemäß deinem Gewissen und mit Hingabe, ohne Früchte deines Handelns zu erwarten.

„Für den Yogi beinhaltet Freiheit, dass er nicht durch die Dualitäten, die Aufs und Abs, die Lüste und Leiden des Lebens beschädigt wird.  Sie impliziert Gleichmut und das letztendliche Vorhandensein eines inneren heiter gelassenen Wesenskerns, der nie den Kontakt mit der unveränderlichen ewigen Unendlichkeit verliert.“

B.K.S. Iyengar